Was für ein historischer Tag. Am 20.09.2026 verpaßt – zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik – die Chringe Doppelmoral Union die Wiederwahl in ein Landesparlament — sie fliegt mit nur noch 4,9 Prozent aus dem Landtag Mecklenburg-Vorpommerns.
Der Bundeskanzler der Zweiten Wahl und amtierender Parteivorsitzender der CDU Deutschlands hat damit einen zweiten historischen Eintrag zu seinem Namen erreicht: nie zuvor scheiterte ein CDU-Landesverband bei Landtagswahlen an der 5-Prozent-Hürde, dieses »First« geht mit dem Parteivorsitzenden Merz nach Hause.
Und blickt man auf die Ergebnisse der Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vom 20.09.2026, kommt man nicht umhin, nach nicht einmal ganz 17 Monaten Merz‘ links-ist-vorbei-Rede vom Abend vor der letzten Bundestagswahl als »schlecht gealtert« zu klassifizieren.
Vielleicht hätte Herr Merz im Sommer weniger urlauben und mehr arbeiten sollen? Man weiß es nicht … Klar aber ist: Merz, der auch den Parteivorsitz erst im dritten Anlauf erreichen konnte, ist ein totes Pferd. Schon altersbedingt – Friedrich Merz wird am 11.11.2026 71 Jahre alt – wird er keine zweite Amtzeit anstreben, seine politische Karriere ist alles andere als gradlinig – drei Anläufe für den Parteivorsitz, zwei Wahlgänge für die Wahl zum Bundeskanzler – und seine Aussagen beleidigen eher, als daß sie motivieren.
Er ist der unpopulärste Regierungschef ever — vielleicht auch, weil ihm regelmäßig Aussagen aus seiner gar nicht so fernen Vergangenheit als Oppositionsführer auf die Füße fallen. Und jetzt wird erstmals die CDU zukünftig in einem bundesdeutschen Landesparlament – außer Bayern, wo die CDU traditionell nicht antritt – nicht mehr vertreten sein, während Friedrich Merz Parteivorsitzender auf Bundesebene war.
Kurz nach den ersten Prognosen stellte sich Merz am 20.09.2026 vor die eilig in den kurzfristig angekündigten Raum verbrachten Kameras und resümierte, daß der Kurs stimme und er genau diesen seinen Reformkurs weiterverfolgen wolle und dies als Bundeskanzler und CDU-Parteivorsitzender.
Merz kommt mir manchmal vor wie der sprichwörtliche brandstiftende Feuerwehrmann: erst säht er Zank und Streit, beleidigt im Vorbeiparaphrasieren Bevölkerungsteile — und moniert dann den Ton der Debatte, also ob er damit nichts zu tun hätte.
Detail am Rande: Im Koalitionsvertrag 2025 von CDU, CSU und SPD steht sehr eindeutig: »Ein abschlagsfreier Renteneintritt nach 45 Beitragsjahren wird auch künftig möglich bleiben.« Mit dieser Position ist Manuela Schwesig knapp hinter der AfD Zweite geworden.
Wie paßt daß zur Kommissionsempfehlung, daß der »abschlagsfreie vorzeitige Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte« abgeschafft werden soll? Und wenn die SPD hier einen Bruch des Koalitionsvertrags akzeptiert, was bekommt sie im Gegenzug von einer Union, die üblicherweise keinen Deut über die Buchstaben des Koalitionsvertrages hinaus Dinge zuläßt?
Aber vielleicht ist schon diese Frage zu spalterisch für den Unsympath aus dem Sauerland.
